Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
396
Einzelbild herunterladen
 

ZW

den verschiedenen Theilen der Svnnenscheibe nicht dieselbe,wäre z. B. das Centrum der Sonne leuchtender als der Rand;so würde, bei dem theilweiscn Decken der Bilder, in demgemeinschaftlichen Segmente des blauen und rothen Discusnicht ein reines Weiß, sondern ein blasses Roth erscheinen,weil die blauen Strahlen nur vermögend wären einen Theilder häufigeren rothen Strahlen zu neutralifiren. Erinnernwir uns nun wieder, daß in der gasförmigen Photosphäreder Sonne, ganz im Gegensatz mit dem, was in festen odertropfbar-flüssigen Körpern vorgeht, die Kleinheit der Winkel,unter welchen die Lichtstrahlen emaniren, nicht ihre Zahl anden Rändern vermindert; so würde, da derselbe Visionswinkelan den Rändern eine größere Menge leuchtender Punkte umfaßtals in der Mitte der Scheibe, nicht auf die Compensatio n zurechnen sein, welche, wäre die Sonne eine leuchtende eiserneKugel, also ein fester Körper, an den Rändern zwischen denentgegengesetzten Wirkungen der Kleinheit des Strahlungs-winkels und des Umfassens einer größeren Zahl von Licht-punkten unter demselben Visionswinkel statt fände. Die selbst-leuchtende gasförmige Umhüllung, d. i. die uns sichtbareSonnenscheibe, müßte sich also im Widerspruch mit den An-zeigen des Polariscops, welches den Rand und die Mitte vongleicher Intensität gefunden, leuchtender in dem Centrum alsan dem Rande darstellen. Daß dem nicht so ist, wird deräußersten, trüben Dunsthülle zugeschrieben, welche die Photo-sphäre umgiebt, und das Licht vom Centrum minder dämpftals die auf langem Wege die Dunsthülle durchschneidendenLichtstrahlen der Ränder. ^ Bouguer und Laplace, Airh undSir John Hörschel sind den hier entwickelten Ansichten meinesFreundes entgegen; sie halten die Intensität des Lichtes der