oder ein leuchtendes geschmolzenes, fließendes Metall inStrahlen, die in perpendieularer Richtung ausströmen, bloßnatürliches Licht geben: während die Lichtstrahlen, welche untersehr kleinen Winkeln von den Rändern zu unserem Auge ge-langen , polarisirt sind. Wurde nun dasselbe optische Werkzeug,durch welches man beide Lichtarten scharf von einander unter-scheidet, das Polariscop, auf Gasflammen angewendet; sowar keine Polarisation zu entdecken, sollten auch die Licht-strahlen unter noch so kleinen Winkeln emaniren. Wenngleich selbst in den gasförmigen Körpern das Licht im Innerenerzeugt wird, so scheint doch bei der so geringen Dichtigkeitder Gas-Schichten weder der längere Weg die sehr obliquenLichtstrahlen an Zahl und Stärke zu schwächen, noch derAustritt an der Oberfläche, der Uebergang in ein anderesMedium, Polarisation durch Refractivn zu erzeugen. Danun die Sonne ebenfalls keine Spur von Polarisation zeigt,wenn man das Licht, welches in sehr obliquer Richtung unterbedeutend kleinen Winkeln von den Rändern ausströmt, imPolariscop untersucht; so folgt aus dieser wichtigen Vergleichung,daß das, was in der Sonne leuchtet, nicht aus dem festenSonnenkörper, nicht aus etwas tropfbar-flüssigem, sondern auseiner gasförmige n selbstleuchtenden Umhüllung kommt. Wirhaben hier eine materielle physische Analyse der Photvsphäre.
Dasselbe Instrument hat aber auch zu dem Schlüsse ge-führt, daß die Intensität des Lichtes in dem Centruin derSonnenscheibe nicht größer als die der Ränder ist. Wenn diezwei complementaren Farbenbilder der Sonne, das rothe undblaue, so über einander geschoben werden, daß der Rand deseinen Bildes auf daö Centrum deS anderen fällt, so entstehtein vollkommenes Weiß. Wäre die Intensität des Lichts in