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3 (1850)
Entstehung
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Fällen in der Photosphäre allein eine Oeffnung und nichtzugleich in der trüben unteren, von der Photosphäre sparsamerleuchteten Dunstschicht; so reflectirt diese ein sehr ge-mäßigtes Licht gegen den Erdbewohner, und es entsteht einegraue Pcnumbra, ein bloßer Hof ohne Kern. Erstreckt sichaber, bei stürmischen meteorologischen Processen an der Ober-fläche des Sonncnkörpers, die Oeffnung durch beide Schich-ten (durch die Licht- und die Wolkenhülle) zugleich; soerscheint in der aschfarbigen Penumbra ein Kernflecken:welcher mehr oder weniger Schwärze zeigt, je nachdem dieOeffnung in der Oberfläche des Sonnenkörpers sandiges oderfelsiges Erdreich, oder Meere trifft".^ Der Hof, welcherden Kern umgiebt, ist wieder ein Theil der äußeren Ober-fläche der Dunstschicht; und da diese wegen der Trichterformder ganzen Ercavation weniger geöffnet ist als die Photosphäre,so erklärt der Weg der Lichtstrahlen, welche, zu beiden Seiten,an den Rändern der unterbrochenen Hüllen hinstreifcn undzu dem Auge des Beobachters gelangen, die von Wilsonzuerst aufgefundene Verschiedenheit in den gegenüberstehendenBreiten der Penumbra, je nachdem der Kernflecken sich vondem Centrum der Sonnenscheibe entfernt. Wenn, wie Laugiermehrmals bemerkt hat, sich der Hos über den schwarzen Kern-flecken selbst hinzieht und dieser gänzlich verschwindet, so istdie Ursach davon die, daß nicht die Photosphäre, aber wohldie Dunstschicht unter derselben ihre Oeffnung geschlossen hat.

Ein Sonnenflecken, der im Jahr 1779 mit bloßm Augensichtbar war, leitete glücklicherweise William Herschel's gleichgeniale Beobachtungs- und Combinationsgabe auf den Gegen-stand, welcher uns hier beschäftigt. Wir besitzen die Resultateseiner großen Arbeit, die das Einzelnste in einer sehr bestimmten,

A v. Humboldt, Kosmos. III. AZ