Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
332
Einzelbild herunterladen
 

332

denn wir kennen blaue Sterne nicht bloß in beiden Theileneines Doppelsternpaars, sondern auch ganz blaue Sternhaufen,oder solche, die mit rothcn und gelben Sternchen vermischt sind.s'

Die Frage: ob die planetarischen Nebelflecke sehr ferneNcbelsterne sind, in denen der Unterschied zwischen einem er-leuchtenden Centralsterne und der ihn umgebenden Dunsthüllefür unser telescopischcs Sehen verschwindet; habe ich schon indem Anfange des Naturgemäldcs berührt. ^ Möchte durchLord Rosse's Riesentclescop doch endlich die Natur so wunder-barer planetarischer Dunstscheiben erforscht werden! Wenn esschon so schwierig ist sich von den verwickelten dynamischenBedingungen einen klaren Begriff zu machen, unter denenin einem kugelrunden oder sphäroidisch abgeplatteten Stern-haufen die rotirenden, zusammengedrängten und gegen dasCentrum hin specifisch dichteren Sonnen (Firsterne) ein Sy-stem des Gleichgewichts bilden so nimmt diese Schwierig-keit noch mehr in denjenigen kreisrunden, wohlumgrenzten,planetarischen Nebelscheiben zu, welche eine ganz gleichförmige,im Centrum gar nicht verstärkte Helligkeit zeigen. Ein solcherZustand ist mit der Kugelform (mit dem Aggregat-Zustandevieler tausend Sternchen) weniger als mit der Idee einer gas-förmigen Photosphäre zu vereinigen, die man in unserer Sonnemit einer dünnen, undurchsichtigen oder doch sehr schwach er-leuchteten Dunstschicht bedeckt glaubt. Scheint das Licht inder planetarischcn Nebelscheibe nur darum so gleichförmig ver-breitet, weil wegen großer Ferne der Unterschied zwischen Cen-trum und Rand verschwindet?

Die vierte und letzte Formgattung der regelmäßigenNebel sind WilliamHerschel's Nebelsterne jl^ollulous Llars):d. i. wirkliche Sterne, mit einem milchigen Nebel umgeben,