Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
322
Einzelbild herunterladen
 

322

nur dir Hälfte der Vergrößerung anwenden, welche derSpiegel zu ertragen im Stande ist; und doch sahen wir, daßalleS uni daö Trapezium umher eine Masse von Sternenbildet. Der übrige Theil des Nebels ist ebenfalls reich anSternen und trägt ganz den Charakter der Auflösbarkeit."Auch später noch (1848) soll Lord Rosse nie eine schon er-langte völlige Auflösung des Orions-Nebels, sondern immernur die nahe Hoffnung dazu, die gegründete Wahrscheinlich-keit den noch übrigen Nebel in Sterne aufzulösen, verkündethaben.

Wenn man trennt, in der neuerlichst so lebhast angereg-ten Frage über die Nicht-Eristenz einer selbstleuchtcnden, dunst-förmigen Materie im Weltall, was der Beobachtung und wasinductiven Schlußformen angehört; so lehrt eine sehr einfacheBetrachtung, daß durch wachsende Vervollkommnung der tele-scopischen Sehkraft allerdings die Zahl der Nebel beträchtlichvermindert, aber keineswegeö durch diese Verminderung erschöpftwerden könne. Unter Anwendung von Fernröhren wachsen-der Stärke wird jedes nachfolgende auflösen, was das vor-hergehende unaufgelöst gelassen hat; zugleich aber auch we-nigstens ^ theilweise, wegen seiner zunehmenden raumdurch-dringendcn Kraft, die aufgelösten Nebel durch neue, vorherunerreichte, ersetzen. Auslösung des Alten und Entdeckungdes Neuen, welches wieder eine Zunahme von optischer Stärkeerheischt, würden demnach in endloser Reihe auf einanderfolgen. Sollte dem nicht so sein: so muß man sich nach meinemBedünkcn entweder den gefüllten Weltraum begrenzt; oder dieWeltinseln, zu deren einer wir gehören, dermaßen von ein-ander entfernt denken, daß keines der noch zu erfindenden Fcrn-röhre zu dem gegenüberliegenden Ufer hinüberreicht, und daß