314
umständlich erinnert, daß, was vom Hipparchus und GeminuS,in den Catasterismen des Pseudo-EratosthencS und im Almagestdeö Ptolcmäus Nebel st erne genannt wird,
Sternhaufen sind, welche dem unbewaffneten Auge in Nebel-schimmer erscheinen. ^ Dieselbe Benennung, als lVelluIossvlatinisirt, ist in der Mitte des 13ten Jahrhunderts in dieAl-phonsinischen Tafeln übergegangen: wahrscheinlich durchden überwiegenden Einfluß deS jüdischen Astronomen JsaacAben Sid Hassan, Vorstehers der reichen Synagoge zu Toledo.Gedruckt erschienen die Alphonsinischen Tafeln erst 1483, undzwar zu Venedig.
Die erste Angabe eines wundersamen Aggregats vonzahllosen wirklichen Nebelflecken, mit Sternschwärmenvermischt, finden wir bei einem arabischen Astronomen ausder Mitte des zehnten Jahrhunderts, bei Abdurrahman Susiaus dem persischen Irak. Der Weiße Ochse, den er tiefunter Canopus in milchigem Lichte glänzen sah, war zweifels-ohne die Große Magellanische Wolke, welche bei einerscheinbaren Breite von fast 12 Monddurchmessern einen Him-melsraum von 42 Quadratgraden bedeckt, und deren euro-päische Reisende erst im Anfang deö löten Jahrhunderts Er-wähnung thun, wenn gleich schon zweihundert Jahre früherNormänner an der Westküste von Afrika bis Sierra Leone(8>/^ nördl. Br.) gelangt waren 2. Eine Nebelmasse vonso großem Umfange, dem unbewaffneten Auge vollkommensichtbar, hätte doch früher die Aufmerksamkeit auf sich ziehensollen. 6
Der erste isolirte Nebelfleck, welcher als völlig sternlosund als ein Gegenstand eigener Art durch ein Fernrohrerkannt und beachtet wurde, war der, ebenfalls dem bloßen