Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
301
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rechlichen. Merkwürdig ist es auch, daß gewöhnlich eingroßer Unterschied der Farbe mit einem bedeutenden Unter-schied in der Helligkeit verbunden ist. In zwei Sterü-paaren, die wegen ihrer großen Helligkeit in starken Fern-röhren bequem bei Tage gemessen werden können, in öoatisund zv I.ooni8> besteht das ersterc Paar aus 2 weißen Sternenz>" und 4", daö letztere aus einem Hauptstern 2"' und einemBegleiter von 3"',5. Man nennt diesen den schönstenDoppelstern des nördlichen Himmels, während daß « Leu-touri^ und « Urueis am südlichen Himmel alle anderenDoppelstcrne an Glanz übertreffen. Wie in 5 Lootis, be-merkt man in « Uontouri und ^ Virgims die seltene Zu-sammenstellung zweier großer Sterne von wenig ungleicherLichtstärke.

Ueber das Veränderliche der Helligkeit in viel-fachen Sternen, besonders über Veränderlichkeit der Be-'gleiter, herrscht noch nicht einstimmige Gewißheit. Wirhaben schon oben mehrmals'^ der etwas unregelmäßigenVeränderlichkeit des Glanzes vom gclbrothen Hauptstern« Uoreulis erwähnt. Auch der von Struve (18311833)beobachtete Wechsel der Helligkeit der nahe gleichen undgelblichen Sterne (3"), des Doppelsternes / Virgmis und^non. 2718, deutet vielleicht auf eine sehr langsame Achscn-drehung beider Sonnen.^ Ob in Doppelsternen je eine wirk-liche Farbenveränderung vorgegangen sei (/ Ueomsund / velplnni?); ob in ihnen weißes Licht farbig wird, wieumgekehrt im isolirtcn Sirius farbiges Licht weiß gewordenist: bleibt noch unentschieden;^ und wenn die bestrittenenUnterschiede sich nur auf schwache Farbentöne beziehen, soist auf die organische Individualität der Beobachter und,