Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
278
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gleichen Zahlen der Daner bleibt der wahren Umlanfszeitgleich; denn die von der Geschwindigkeit des Lichtsverursachten Ungleichheiten heben sich gegenseitig auf. AuSdiesen Verhältnissen der Dauer nun lassen sich, nach Sa-vary's sinnreicher Methode, wenn Tage und Theile der Tagein ein Längcnmaaß verwandelt werden (3589 Millionen geogr.Meilen durchläuft das Licht in 24 Stunden), die absoluteGröße des Halbmessers der Bahn, und durch die ein-fache Bestimmung des Winkels, unter welchem der Halb-messer sich dem Beobachter darbietet, die Entfernungdes Centralkörpers und seine Parallare ableiten. ^

Wie die Bestimmung der Parallare uns über die Ab-stände einer geringen Zahl von Firsternen und über die ihnenanzuweisende Stelle im Welträume belehrt; so leitet dieKenntnis; des Maaßes und der Richtung eigener Bewegung,d. h. der Veränderungen, welche die relative Lage selbst-leuchtender Gestirne erfährt, auf zwei von einander ab-hängige Probleme: die der Bewegung des Sonnensystems ^und der Lage des Schwerpunkts des ganzen Firsternhim-mels. Was sich bisher nur sehr unvollständig auf Zahlen-verhältnisse zurückführen läßt, ist schon deshalb nicht geeignetden ursachlichen Zusammenhang mit Klarheit zu offenbaren.Von den beiden eben genannten Problemen hat nur das erste,besonders nach Argelander's trefflichen Untersuchungen, miteinem gewissen Grade befriedigender Bestimmtheit gelöstwerden können; das zweite, mit vielem Scharfsinn vonMädlcr behandelt, entbehrt, bei dem Spiel so vieler sichausgleichender Kräfte, nach dem eigenen Geständniß diesesAstronomen^ in der unternommenen Lösung,aller Evidenzeines vollständigen, wissenschaftlich genügenden Beweises".