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dem copernicanijchen Weltsysteme war dazu noch gleichsamdie Forderung gegeben, durch Messungen numerisch denWechsel der Richtung nachzuweisen, welchen die halbjährigeOrtsveränderung der Erde in ihrer Bahn um die Sonnein der Lage der Firsterne hervorbringen müsse. Da dievon Kepler so glücklich benutzten Tychonischen Winkel-Be-stimmungen, wenn sie gleich bereits (wie schon einmalbemerkt) die Sicherheit von einer Bogen-Minute erreichten,noch keine parallactische Veränderung in der scheinbarenPosition der Firsterne zu erkennen gaben; so diente denCopernicanern lange als Rechtfertigung der beruhigendeGlaube, daß der Durchmesser der Erdbahn (41 j/z Millionengeogr. Meilen) zu gering sei in Verhältniß der übergroßenEntfernung der Firsterne.
Die Hoffnung der Bemerkbarkeit einer Parallaremußte demnach als abhängig erkannt werden von der Ver-vollkommnung der Seh- und Meßinstrumente und von derMöglichkeit sehr kleine Winkel mit Sicherheit zu bestimmen.So lange man nur einer Minute gewiß war, bezeugtedie nicht bemerkte Parallare nur, daß die Firsterneüber 3438 Erdweiten (Halbmesser der Erdbahn, Abstandder Erde von der Sonne) entfernt sein müssen. ^ Dieseuntere Grenze der Entfernungen stieg bei der Sicherheiteiner Secunde in den Beobachtungen des großen Astrono-men James Bradley bis 236265; sie stieg in der glänzendenEpoche Fraunhofer'scher Instrumente (bei unmittelbarerMessung von ohngefähr dem 13ten Theil einer Bogen-Secunde) bis 2362648 Erdweiten. Die Bestrebungen undso scharfsinnig auögedachten Zenithal-Vorrichtungen von