Lichtprocesse unseres Erdkörpers, als Gewitter im Luftkrciseoder als Polar-Ausströmungen sich darstellend, zeigen nebenvieler unregelmäßig scheinenden Veränderlichkeit doch oftebenfalls eine gewisse von Jahreszeiten und Tagesstun-den abhängige Periodieität. Dieselbe ist sogar oft mehrereTage hinter einander, bei ganz heiterer Luft, in der Bil-dung kleines Gewölks an bestimmten Stellen des Himmelsbemerkbar, wie die oft vereitelten Culminations-Beobachtun-gcn von Sternen beweisen.
Eine besondere und zu beachtende Eigenthümlichkeitscheint mir der Umstand zu sein, daß fast alle mit einerungeheuren Lichtstärke, als Sterne erster Größe und selbststärker funkelnd wie diese, auflodern und daß man sie,wenigstens für das bloße Auge, nicht allmälig an Hellig-keit zunehmen sieht. Kepler ° war auf dieses Kriterium soaufmerksam, daß er das eitle Vorgeben des Antonius Lau-rcntinus Politianus, den Stern im Schlangcnträgcr (16V4)früher als Brunowski gesehen zu haben, auch dadurchwiderlegte, daß Laurentinus sagt: »sppsruil nova Stellaparva, et postsa cls üis in üiam eresoenüo apparuit In-mino nnn multo inkerior Vonere, superior lovo.« Fastausnahmsweise erkennt man nur 3 Sterne, die nicht inerster Größe aufstrahlten: nämlich die Sterne 3ter Ord-nung im Schwan (160V) und im Fuchse (167V), undHind's neuen Stern ötcr Ordnung im Schlangenträger(1843).
Es ist sehr zu bedauern, daß seit Erfindung deö Fern-rohrs, wie schon oben bemerkt, in dem langen Zeiträumevon 178 Jahren, nur 2 neue Sterne gesehen wurden:während daß bisweilen die Erscheinungen sich so zusammen-