228
Zeit verschwinden; Sterne, deren Helle einer periodischen,schon jetzt bestimmbaren Veränderlichkeit unterliegt; undSterne, die, wie?z^rgÜ5, auf einmal einen ungewöhnlichwachsenden und unbestimmt wechselnden Lichtglanz zeigen.Alle drei Erscheinungen sind wahrscheinlich ihrer innerenNatur nach nahe mit einander verwandt. Der neue Sternim Schwan (1600), welcher nach dem völligen Verschwin-den (freilich für das unbewaffnete Auge!) wieder erschienund ein Stern 6ter Größe verblieb, leitet uns auf dieVerwandtschaft der beiden ersten Arten von Himmelserschei-nungen. Den berühmten Thchonischen Stern in der Cas-fiopea (1572) glaubte man schon in der Zeit, als er nochleuchtete, für identisch mit den neuen Sternen von 945und 1264 halten zu dürfen. Die dreihundertjährige Pe-riode, welche Goodricke vermuthcte (die partiellen Ab-stände der, numerisch vielleicht nicht sehr sicheren Erschei-nungen sind 319 und 303 Jahre!), wurde von Keill undPigott aus 150 Jahre reducirt. Arago^ hat gezeigt, wieunwahrscheinlich es sei, daß Tycho's Stern (1572) unter dieZahl der periodisch veränderlichen gehöre. Nichts scheintbisher zu berechtigen alle neu erschienenen Sterne fürveränderlich, und zwar in langen, uns wegen ihrer Länge un-bekannt gebliebenen Perioden, zu halten. Ist z. B. dasSelbstleuchten aller Sonnen des Firmaments Folge eines elec-tro-magnetischen Processes in ihren Photosphären; so kann mansich (ohne locale und temporäre Verdichtungen der Him-melsluft oder ein Dazwischentreten sogenannter kosmi-scher Gcwölke anzunehmen) diesen Lichtproceß als man-nigfaltig verschieden: einmalig oder periodisch, regelmäßigoder unregelmäßig wiederkehrend, denken. Die electrischcn