206
des Cheops-Chufu, und 94V Jahre vor der gewöhnlichen Angabeder Sündfluth, gesetzt (vergl. Kosmos Bd. II. S. 402). In derBerechnung über den Umstand, daß die von Oberst Vyse gemesseneInklination des unterirdischen, in das Innere der Pyramide füh-renden engen Ganges sehr nahe dem Winkel von 26° 13^ entspricht,welchen zu den Zeiten des Cheops (Chufu) der den Pol bezeichnendeStern « des Drachen in der unteren Culmination zu Gizeh er-reichte, ist die Epoche des Pyramidenbaues nicht, wie uach Lepsiusim Kosmos, zu 3430, sondern (Oullinos ol.4slr. H 319) zu3970 vor Chr. angenommen. Dieser Unterschied von 340 Jahrenwiderstreitet um so weniger der Annahme, daß a vrao. für denPolarstern galt, als derselbe im Jahr 3970 noch 3° 44^ vom Poleabstand.
" (S. 171.) Aus freundschaftlichen Briefen des Prof. Lep-sius (Februar 1S30) habe ich folgendes geschöpft: „Der ägyptischeName des Sirius ist Sollns, als ein weibliches Gestirn bezeichnet;daher griechisch -5 F<Sö,; identificirt mit der Göttinn Sote (hiero-glyphisch öfters Sit) und im Tempel des großen Ramses in The-ben mit Jsis-Sothis (Lepsius, Chrono!, der AegypterBd. I. S. 119 und 136). Die Bedeutung der Wurzel findet sichim Koptischen, und zwar mit einer zahlreichen Wortfamilie ver-wandt, deren Glieder scheinbar weit aus einander gehen, sich aberfolgendermaßen ordnen lassen. Durch dreifache Uebertragung derVerbal-Bedeutung erhält man aus der Urbedeutung auswerfen,projicere (s-iAiltam, telum): erst säen, Seminare; dann exlenclere,ausdehnen, ausbreiten (gesponnene Fäden); endlich, was hier amwichtigsten ist, Licht ausstrahlen und glänzen (von Sternenund Feuer). Auf diese Reihe der Begriffe lassen sich die Namender Gottheiten Solls (die Schützinn), Sollns (die Strahlende) undSelk (der Feurige) zurückführen. Hieroglyphisch lassen sich nach-weisen: sit oder seli, der Pfeil wie auch der Strahl; sola, spinnen;selu, ausgestreute Körner. Sollns ist vorzugsweise das hell-strahlende, die Jahreszeiten und Zeitperioden regelnde Gestirn.Der kleine, immer gelb dargestellte Triangel, der ein symbolischesZeichen der Sothis ist, wird, vielfach wiederholt und au einandergereihet (in dreifachen Reihen, von der Sonnenscheibe abwärtsausgehend), zur Bezeichnung der strahlenden Sonne benutzt!8olk ist der Feuergvtt, der sengende; im Gegensatz der wärmenden,