Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
144
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strahlenloö wie durch gefärbte Blendgläser gesehen: gewöhn-lich gelbroth, bisweilen weiß, am seltensten blaugrün. DerSchiffer, von den kalten Südströmungen des Meeres getrie-ben, verkennt dann die Küste, und segelt, aller Breiten-Beobachtungen entbehrend, bei den Häfen vorüber, in welcheer einlaufen soll. Eine Jnclinations-Nadel allein 2 könnteihn, bei der dortigen Richtung der magnetischen Kurven,vor Jrrthum bewahren, wie ich an einem anderen Ortegezeigt habe.

Bouguer und sein Mitarbeiter Don Jorge Juan habenlange vor mir überPeru's unastronomischen Himmel" Klagegeführt. Eine ernstere Betrachtung knüpft sich noch andiese lichtraubcnde, jeder electrischen Entladung unfähige,blitz- und donnerlose Dunstschicht an, über welche frei undunbewölkt die Kordilleren ihre Hochebenen und schneebe-deckten Gipfel erheben. Nach dem, was uns die neuere Geo-logie über die alte Geschichte unseres Luftkreises vermuthenläßt, muß sein primitiver Zustand in Mischung und Dichtedem Durchgange des Lichts nicht günstig gewesen sein. Wennman nun der vielfachen Processe gedenkt, welche in derUrwelt die Scheidung des Festen, des Flüssigen und Gasför-migen um die Erdrinde mögen bewirkt haben; so kann mansich nicht des Gedankens erwehren, wie nahe die Menschheitder Gefahr gewesen ist, von einer undurchsichtigeren, manchenGruppen der Vegetation wenig hinderlichen, aber die ganzeSternendecke verhüllenden Atmosphäre umgeben zu sein. AlleKenntniß des Weltbaues wäre dann dem Forschungsgeisteentzogen geblieben. Außer uns schiene nichts Geschaffenesvorhanden zu sein als vielleicht Mond und Sonne. Wie einisolirtes Dreigestirn, würden scheinbar Sonne, Mond und