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3 (1850)
Entstehung
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Erde allein den Weltraum füllen. Eines großartigen, ja deserhabensten TheilS seiner Ideen über den Kosmos beraubt,würde der Mensch aller der Anregungen entbehren, die ihnzur Lösung wichtiger Probleme seit Jahrtausenden unablässiggeleitet und einen so wohlthätigen Einfluß auf die glänzendstenFortschritte in den höheren Kreisen mathematischer Gcdanken-entwickelung ausgeübt haben. Ehe zur Auszählung dessenübergegangen wird, was bereits errungen worden ist;gedenkt man gern der Gefahr, der die geistige Ausbildungunseres Geschlechts entgangen ist, der physischen Hindernisse,welche dieselbe unabwendbar hätten beschränken können.

In der Betrachtung der Zahl der Weltkörper, welchedie Himmelsräume füllen, sind drei Fragen zu unterscheiden:wie viel Firsterne werden mit bloßen Augen gesehen? wieviele von diesen sind allmälig mit ihren Ortsbestimmungen(nach Länge und Breite, oder nach ihrer geraden Aufsteigungund Abweichung) in Verzeichnisse gebracht? welches ist dieZahl der Sterne von erster bis neunter und zehnter Größe,die durch Fernröhre am ganzen Himmel gesehen werden?Diese drei Fragen können, nach dem jetzt vorliegendenMaterial der Beobachtung, wenigstens annäherungsweisebeantwortet werden. Anderer Art sind die bloßen Vermu-thungen, welche, auf Stern-Aichungen einzelner Theile derMilchstraße gegründet, die theoretische Lösung der Frageberühren: wie viel Sterne würden durch Herschel'S 20süßigeöTelescop am ganzen Himmel unterschieden werden? dasSternenlicht mit eingerechnet, von dem man glaubtdaßeS 2000 Jahre braucht, um zu uns zu gelangen".

Die numerischen Angaben, welche ich über diesenGegenstand hier veröffentliche, gehören besonders in den

A, v. Humboldt, Kosmos. Ul. 10