Print 
3 (1850)
Place and Date of Creation
Page
77
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

77

Wir wissen, daß Galilei seine Entdeckungen der Jupi-tersmonde mit siebenmaliger Vergrößerung machte, und nieeine stärkere als zweiunddreißig-malige anwenden konnte.Einhundert und siebzig Jahre später sehen wir Sir WilliamHcrschel bei seinen Untersuchungen über die Größe desscheinbaren Durchmessers von Arcturus (im Nebel 0", 2) undWega in der Leier Vergrößerungen benutzen von 6500 Mal.Seit der Mitte des 17ten Jahrhunderts wetteiferte man indem Bestreben nach langen Fernröhren. Christian HuygenSentdeckte zwar 1655 den ersten Saturnötrabanten, Titan(den 6ten im Abstände von dem Centrum des Planeten),nur noch mit einem zwölffüßigen Fernrohr; er wandte spä-ter auf den Himmel längere bis 122 Fuß an; aber diedrei Objective von 123, 170 und 210 Fuß Brennweite,welche die koz-al Loeivtx von London besitzt und welchevon Constantin Huygcns, dem Bruder deS großen Astro-nomen, verfertigt wurden, sind von letzterem, wie er aus-drücklich sagt 26, nur auf terrestrische Gegenstände geprüftworden. Auzout, der schon 1663 Riesenfernröhre ohneRöhre, also ohne feste (starre) Verbindung zwischen dem Objec-tiv und dem Oeular, construirte, vollendete ein Objectiv,das bei 300 Fuß Focallänge eine 600malige Vergrößerungertrug. 2? Den nützlichsten Gebrauch von solchen, an Mastenbefestigten Objectiven machte Dominicus Cassini zwischenden Jahren 1671 und 1634 bei den auf einander folgen-den Entdeckungen des 8ten, 5ten, 4ten und 3ten Saturns-trabanten. Er bediente sich der Objective, die Borelli,Campani und Hartsoeker geschliffen hatten. Die letzterenwaren von 250 Fuß Brennweite. Die von Campani, welchedes größten Rufes unter der Regierung Ludwigs XIV