76
Jahrhunderten die Kenntniß von 13 neuen Planeten, von^ Trabanten-Systemen (4 Monden des Jupiter, 8 des Sa-turn, 4, vielleicht 6 des Uranus, 1 des Neptun), von denSonnenflccken und Sonnenfackeln, den Phasen der Venus,der Gestalt und Höhe der Mondberge, den winterlichenPolarzonen des Mars, den Streifen des Jupiter und Sa-turn, den Ringen des letzteren, den inneren (planetarischen)Cometen von kurzer Umlaufszeit, und von so vielen ande-ren Erscheinungen, die ebenfalls dem bloßen Auge entgehen.Wenn unser Sonnensystem, das so lange auf 6 Planetenund einen Mond beschränkt schien, auf die eben geschilderteWeise in 2ck6 Jahren bereichert worden ist, so hat der soge-nannte Firsternhimmcl schichtenweise eine noch viel uner-wartetere Erweiterung gewonnen. Tausende von Nebelflecken,Sternhaufen und Doppelstcrnen sind aufgezählt. Die ver-änderliche Stellung der Doppelsterne, welche um einen gemein-schaftlichen Schwerpunkt kreisen, hat, wie die eigene Bewe-gung aller Firsterne, erwiesen, daß Gravitations-Kräfte injenen fernen Welträumen wie in unseren engen planetarischcn,sich wechselseitig störenden Kreisen walten. Seitdem Morinund Gascoigne (freilich erst 25 bis 36 Jahre nach ErfindungdeS Fernrohrs) optische Vorrichtungen mit Meßinstrumentenverbanden, haben feinere Bestimmungen der Ortsverändc-rung in den Gestirnen erreicht werden können. Auf diesemWege ist es möglich geworden mit größter Schärfe die jedes-malige Position eines WeltkörperS, die Aberrations-Ellipscnder Firsterne und ihre Parallaren, die gegenseitigen Abständeder Doppelstecne von wenigen Zehenttheilen einer Bogen-Se-kunde zu messen. Die astronomische Kenntniß des Sonnen-systems erweiterte sich allmälig zu der eines Weltsyste m s.