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3 (1850)
Entstehung
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unerschöpflicher Fülle das Seiende, daö Werdende, daöGeschaffene unö offenbart.

Ein solches durch alle Jahrhunderte wirksames Strebenmußte oft und unter mannigfaltigen Formen zu der Täuschungverführe», daS Ziel erreicht, das Princip gefunden zu haben,auö dem alles Veränderliche der Körperwelt, der Inbegriffaller sinnlich wahrnehmbaren Erscheinungen erklärt werdenkönne. Nachdem lange Zeit hindurch, gemäß der ersten Grund-anschauung deö hellenischen VolkSgeistcS, in den gestaltenden,umwandelnden oder zerstörenden Naturkrästen das Waltengeistiger Mächte in menschlicher Form verehrt^ wordenwar, entwickelte sich in den physiologischen Phantasien derionischen Schule der Keim einer wissenschaftlichen Natur-betrachtung. Der Urgrund des Entstehens der Dinge, derUrgrund aller Erscheinungen ward, nach zwei Richtungenauö der Annahme concretcr, stossartigcr Principien, soge-nannter Naturelemente, oder auö Processen der Ver-dünnung und Verdichtung, bald nach mechanischen, bald nachdynamischen Ansichten, abgeleitet. Die vielleicht ursprüng-lich indische Hypothese von vier oder fünf stoffartig verschie-denen Elementen ist von dem Lehrgedichte des EmpedoclcSan bis in die spätesten Zeiten allen Naturphilosophemenbeigemengt geblieben: ein uraltes Zeugniß und Denkmalfür das Bedürfniß deö Menschen, nicht bloß in den Kräften,sondern auch in qualitativer Wesenheit der Stoffe nach einerVerallgemeinerung und Vereinfachung der Begriffe zu streben.

In der späteren Entwicklung der ionischen Physiologieerhob sich AnaragoraS von Klazomcnä von der Annahmebloß bewegender Kräfte der Materie zu der Idee eines vonaller Materie gesonderten, ihre gleichartigen kleinsten