Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
10
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zu der Erforschung ihres ursächlichen Zusammenhanges auf-steigt. Ein solcher Drang nach dem Berste heil deS Welt-planö, d. h. der Naturordnung, beginnt mit Verallgemei-nerung dcö Besondren, mit Erlcnntniß der Bedingungen,unter denen die physischen Veränderungen sich gleichmäßigwiederkehrend offenbaren; er leitet zu der denkenden Be-trachtung dessen, waö die Empirie unö darbietet, nicht aberzu einer Weltansicht durch Spcculation und alleinige Ge-dankcnentwickelung, nicht zu einer absoluten EinhcitSlchrein Absonderung von der Erfahrung". Wir sind, ich wieder-hole cS hier, weit von dem Zeitpunkt entfernt, wo man eSfür möglich halten konnte alle unsere sinnlichen Anschauungenzur Einheit des NaturbcgrissS zu concentrircn. Der sichereWeg ist ein volles Jahrhundert vor Francis Bacon schonvon Leonardo da Vinci vorgeschlagen und mit wenigenWorten bezeichnet worden: cominoiaro ckall'vsporionim o perM07.Ü0 cki guosla 8ooprirno la ragionv 8. In vielen Gruppender Erscheinungen müssen wir unö freilich noch mit demAuffinden von empirischen Gesetzen begnügen; aber dashöchste, seltener erreichte Ziel aller Naturforschung ist daöErspähen deö Causalzusa m m c nhangcS ^ selbst. Diebefriedigendste Deutlichkeit und Evidenz herrschen da, wo esmöglich wird daö Gesetzliche auf mathematisch bestimmbareErklärungögründe zurückzuführen. Die physische Welt-bcschreibung ist nur in einzelnen Theilen eine Welt-erklärung. Beide Ausdrücke sind noch nicht als identischzu betrachten. Waö der Geistesarbeit, deren Schrankenhier bezeichnet werden, großes und feierliches inwohnt,ist daö frohe Bewußtsein deö Strebens nach dem Unend-lichen, nach dem Erfassen dessen, was in ungemessencr,