Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
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und Gefühlswelt refleetirte äußere Natur, berührt. Ichhabe mich in diesem Thcile vorzugsweise begnügt bei denGegenständen zu verweilen, welche in mir der Richtung langgenährter Studien näher liegen: bei den Acußerungen dcömehr oder minder lebhaften NaturgcfühlS im elastischenAlterthum und in der neueren Zeit; bei den Fragmentendichterischer Naturbeschreibung, auf deren Färbung die In-dividualität des VolkscharakterS' und die religiöse, mono-theistische Ansicht deö Geschaffenen einen so wesentlichenEinfluß ausgeübt haben; bei dem anmuthigen Zauber derLandschaftmalcrei; bei der Geschichte der physischen Welt-anschauung, d. i. bei der Geschichte der in dem Laufe vonzwei Jahrtausenden stufenweise entwickelten Erkenntnis;des Weltganzen, der Einheit in den Erscheinungen.

Bei einem so vielumfassendcn, seinem Zwecke nach zu-gleich wissenschaftlichen und die Natur lebendig darstellendenWerke darf ein erster, unvollkommener Versuch der Ausfüh-rung nur darauf Anspruch machen, daß er mehr durch daswirke, waö er anregt, als durch daS, was er zu gebenvermag. Ein Buch von der Natur, seines erhabenenTitels würdig, wird dann erst erscheinen, wenn die Natur-wissenschaften, trotz ihrer ursprünglichen Nnv ollendbar-keit, durch Fortbildung und Erweiterung einen höherenStandpunkt erreicht haben, und wenn so beide Sphärendes einigen Kosmos (die äußere, durch die Sinne wahr-nehmbare, wie die innere, rcflectirte, geistige Welt) gleich-mäßig an lichtvoller Klarheit gewinnen.

Ich glaube hiermit hinlänglich die Ursachen berührt zuhaben, welche mich bestimmen mußten dem allgemeinen Na-turgemälde keine größere Ausdehnung zu geben. Dem