Die sechs Satelliten des Uranus.
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So weit ist jetzt die Bekanntschaft mit unscrin Monde undden Satelliten Jupiters, Saturns und Uranus vorgeschritten.Erst seit dem Jahre 1824 hat man angefangen, den Mond mitEinsicht und Beharrlichkeit genau zu beobachten und Abbil-dungen seiner Oberfläche nach richtigen Principien zu entwer-fen. Viel ist hierdurch schon gewonnen, noch mehr muss vonder Zukunft, zumal was die Vervollkommnung der Mondchartenund die Höhcnmessungcn der Mondsberge betrifft, erwartetwerden. Ziemlich eben so weit ist man in der Theorie desJupitcrsatellitensystems gekommen.
Dagegen ist erst fast in neuester Zeit ein, mit der Zeitinteressante Aufschlüsse zu hoffender, Anfang mit dem Saturn-system durch Bessel begonnen. Leider liegt die Theorie derübrigen fünf Saturnstrabanten noch ganz in der Kindheit; dieSchwierigkeiten, diese Himmelskörper nur zu sehen, haben allebisherigen wenigen Bemühungen einer zuverlässigen Bahnbe-stimmung vereitelt. Dass dies in noch viel höherm Grade vonden Uranussatcllitcn gilt, braucht wohl nicht erst gesagt zuwerden, wohl aber dies, dass cs noch manche Astronomen giebt,die es überhaupt bezweifeln, ob die Uranusmonde wirklichexistiren oder doch wenigstens die Zahl derselben als eine nochganz unbekannte betrachten. Ob es noch mehrere Nebenplane-ten in unserm Sonnensysteme giebt, weiss man bis jetzt nochnicht; Entdeckungen sind nicht vorgefallen, und vage Vermu-thung'en zu machen darf der eigentliche Astronom sich nie er-lauben. Schliesslich aber werde hier bemerkt, dass nach JohnBerschels Meinung ein Fernrohr, das die Duplicität derSterne ß Capric. und ß Equuleji erkennen lässt, auch die zweiersten Saturnsmonde und die äusserst lichtschwachen Satellitendes Uranus ohne Weiteres wahrnebmen lassen soll. Würdesich dies bestätigen, so könnte man wohl von der Zukunft neueund bessere Aufschlüsse über die Zahl und Natur der genann-ten Himmelskörper zu erwarten berechtigt sein!