Jupiter und Saturn.
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= 0" a, d. h. a Zelintelsecunden, so würde die Neigung’ N =28°5' ; 9 —8',46 a folgen. Nach Schröter’s Beobachtung desSchattens des verschwindenden Ringes soll die Dicke desselbenfür die mittlere Entfernung — 0",125 sein. Hieraus würdeN = 27°55',5—8'46Aa folgen, wo Aa die Correction der, vonSchröter angenommenen, Dicke in Zehnlheilen der Secundeausgedrückt bedeutet. — Ressel bestimmte die Neigung zu28°34',1, also nur 28',2 von v. Struve’s Beobachtung abwei-chend. Er vennuthete, dass die von ihm gefundene Neigungnoch xu gross sei. Seine Vennuthung hat sich also bestätigt.
Hier machte v. S t r u v e noch einige Bemerkungen. Gewöhn-lich setzt man die Totalbreite des Ringes gleich dem Abstandedes Ringes vom Saturn. Diese Annahme ist aber sehr fehler-haft, da nach den obigen Messungen die Breite des Ringes6",733 beträgt, der Abstand aber nur 4'',352. Von einer mehr-fachen Theilung des Ringes hatte übrigens v. Struve nie eineSpur bemerkt. Aull'allend ist es, dass der äussere Ring bedeu-tend weniger Glanz hat, als der innere. Auch dieser scheintnach der Seite des Planeten zu weniger scharf begrenzt undetwas matter zu werden, so dass v. Struve vermuthet, diese in-nere Begrenzung sei weniger regelmässig, als die andern.Irgend einen ausgezeichneten Fleck auf den Ringen zu erken-nen, woraus auf die Rotation desselben gefolgert werden könnte,war dem Dorpater Astronomen nicht gelungen. Uebrigens ver-steht es sich wohl von selbst, dass die Bestimmung der Ab-plattung der Saturnskugel nur geschehen darf, wenn der Ringden einen Pol nicht verdeckt.
Mitte März 1828 ward v. Struve durch Schumacherbenachrichtigt, dass Schwabe in Dessau und Har ding' ge-funden hätten, der Saturnsring sei nicht concentrisch mit derKugel, sondern Saturn liege im Ringe etwas westlich. Dem-nächst betrachtete v. Struve am ersten hellen Abend den Saturndurch den Riesenrefractor. Es fand sich augenscheinlich, dassder Zwischenraum zwischen dein Planeten und dem Ringe aufder rechten Seite grösser geschätzt werden musste, als derlinke Zwischenraum. Jetzt entstand aber die wichtige Frage, obdiese Schätzung nach dem Scheine richtig sei, weil die Um-stände auf beiden Seiten nicht dieselben sind. Denn auf der