Vesta.
Epoche der Länge: 1807 März 29. Bremen 12 Uhr Mitd. Zeit
Länge des Perihels . . .
Länge des aufst. Knotens ,Tägl. mitll. Bewegung . .
Excentricität.
Log. d. halb, grossen Axe .Neigung der Balm . . .
15° 8' 4", 6103 8 56, 2
0 16 18, 909
0,09750500,37284287 U 5' 49“, 5
Gauss hatte zu dieser ganzen Arbeit nicht mehr als 10 Stun-den nölhig gehabt, ungeachtet er erst ganz neue, also gänzlichunbekannte Elemente zu bestimmen hatte! Welche Gewandtheitund Schnelligkeit im Rechnen! Die meisten damals lebendenAstronomen würden gewiss mehr als das Doppelte der, vonGauss gebrauchten, Zeit nüthig gehabt haben, um, die Bahn-bestimmung selbst nicht einmal in Anschlag gebracht, 25 be-obachtete geocentrische Orte der Vesta mit deren berechnetenElementen vergleichen zu können.
Schon am 9. Mai hatte Gauss die II. Elemente, welchesich auf 58 Beobachtungen gründen, bestimmt, und AnfangJuni’s mit 84 Observationen verglichen. Auch bei der Vestahegten v. Zach, Olbers und Gauss 1 ) die Hoffnung, diesenneuen Planeten unter den allem Fixsternbeobachtungen anzu-treffen: allein ihre Hoffnung ging nicht in Erfüllung. Die erste,den geocentrischen Lauf der Vesta (vom 2. Mai 1808 bis zum18. März 1809) darstellende, Ephemeride hatte Gauss ebenfallsentworfen, dessen IV. Vestaelemente im Jahre 1809 erschienen.Ucbrigcns schlug er, auf die an ihn ergangene Bitte des be-rühmten Entdeckers, diesem für seinen neuen Planeten den NamenVesta mit der Bezeichnung g vor, welcher Name und welchesZeichen seitdem allgemein angenommen worden sind.
Bald nach der Entdeckung wurde der neue Wandelsternbeobachtet durch Harding In Göttingen vom 5. Apr. bis zum 8.Mai, durch Bessel in Lilienthal vom 1. Apr. bis zum 1. Mai,durch Oriaui in Mailand vom 26. Apr. bis zum 5. Mai, inLondon und Greenwich vom 25. Apr. an, und in Paris schon
1. Mon. Corr. XV. S. 598. u. f.