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walt um die Herrschaft Europa gekostet, die Strome edelstenBlutes, die. darin geflossen, die Hindernisse, die der innern Ge-staltung der Staaten dadurch entstanden sind. Sieht man aberauf das Ende.des Streites, so hatte man sich endlich matt ge-kämpft, ohne in sich vereinigt zu haben, was auf diesem Wegewirklich unvereinbar ist. Sollte jetzt der alte Kamps, aufs Neuebeginnen? Würde jenes Streben, jetzt wieder aufgeweckt, imneunzehnten Jahrhundert glücklicher feyn? jetzt, wo die Staatennicht mehr wie im Mittelalter faktische Aggregate, sondern leben-dige Organismen zu feyn streben? Kann wohl irgend ein In-stitut hoffen, jemals ein friedliches Bestehen, ein segcnrciches Wirkenin den ncuern Staaten zu erhalten, wenn es ihm nicht möglichist, sich diesem Organismus anzuschließen? Wäre es nicht geradeder Kirche schönster Beruf, da freundlich helfend und ergänzendhinzuzutreten, wo ein, des tieferen Elements so oft entbehrenderpolitischer Mechanismus das wahre Bedürfniß der Völker nichtzu erfüllen vermag? Der Erzbischof hat anders gedacht : er hatdem Schwindel jener kriegerischen -Partei sein Ohr geliehen, welcheseit Jahren Errropa mit den lästerlichsten Verleumdungen gegenPreußen übertäubt, seit Jahren die.proußischen Katholiken ihrerRegierung zu verfeinden sucht. Beim Erzbischof war es ihr ge-lungen: er sah im Kampf das Heil der Kirche, und hat denKampf begonnen. Gestützt auf seine inamovible Stellung, richteteer seine Handlungen mit größter Konsequenz: daraus, die Kirchevom Staat völlig abzulösen, die geistigen Elemente des Volks-lebens aber unter die ausschließliche Leitung seiner Partei zubringen. Von diesem Moment an war entweder er, oder diebestehende Ordnung verloren. Schon wurden durch die ihmbewiesene Nachsicht von allen andern Seiten tausend Forderungen,alle Habgier der Parteien aufgeweckt; jeder wollte nun auchsein Besonderes haben: von Grund aus hätte sich am. Ende Ver-fassung und Verfassungssitte dos Staats,-die Gcsammtgestaltungdes öffentlichen Lebens verwandeln müssen.: hiezu war! diesMomentuzu klein. Und wollte man auch-nur ein Einziges an-sehen schie Leitung des Erziehungswesens — welch' eine Ange-legenheit für. den Staat, für unfern Staat! Bekanntlich ist dieErziehung der Jugend eine der nächsten persönlichen Sorgen andes Königs Herzen; es ist dies für uns auch in der' Thak diekönigliche Frage im Kreise des Gemeinwesens. Wir glauben noch