Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
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lichern Ausspruch thun möge. Papst Leo XII wurde durch denTod verhindert, eine Antwort zu geben, dagegen ertheilte Pius Vllldurch das Breve vom 25. März 1830 eine Entscheidung, unddieses Breve wurde deßhalb nicht publicirt, weil der König sah,daß seinem Sinne und Wunsche nicht genügt worden scy. NachVerlauf von drei Iahren berief endlich der mächtigste Königseinen Minister-Residenten von Bunsen von Rom, und zugleichden Erzbischof von Köln, damit die Sache wegen den gemischtenEhen seinem Wohlgefallen genügend abgemacht würde; jene drei:der König, der Erzbischof von Köln, Graf von Spiegel, und derMinister-Resident Bunsen schlössen die Sache, ohne daß andereMinister oder Bischöfe zu Rathe gezogen wurden, so ab, daßdem apostolischen Breve eine gelindere Auslegung als recht war,gegeben wurde; besonders hängten sie sich zu sehr an die Worte,daß sie oder ihre künftige Nachkommenschaft leichtsinnig sich derGefahr der Abwendung von der katholischen Religion hingebe,solche Ehen schließen, worin er wisse, daß die Kindererziehungu. s. w., und deutete sie zu eng und zu scharf aus. Nachdemdie Konferenz geschlossen war, schickte der König den Erzbischofmit dessen Sekretär, Dr. München, Canonicus der kölnischen Dom-kirche ab, damit sie die übrigen Bischöfe von Münster, Pader-born und mich bewegen sollte, daß wir jener Konserenz beiträten.Ich meines Theils wurde damals durch das Streben nach Frie-den und durch Ueberredung geneigt gemacht, in Erwägung, daßsolchergestalt von der katholischen Kirche größere Uebel abgewen-det werden könnten; und weil in der That das Breve des PapstcSPius VIII, obschon es nichts enthält, was dem vom apostolischenStuhle durch Benedict XIV am 29. Juli 1784 den polnischenBischöfen durch Pius VII am 23. April 1817 und 31. Oktober1819, mir als apostolischen Vikar der Trier'schen Diözese aufdem rechten Rheinufer ertheilten Entscheidung zuwider wäre,doch eine gelindere Haltung hat, so ließ ich mich bereit finden,dem Beispiele der Bischöfe von Münster und Paderborn zu fol-gen, und der Uebereinkunft durch meine Unterschrift beizustimmen,und, nach dem Vorbilde der Bischöfe, meinem Vikariate die bei-gefügte Instruktion zu gehen, damit dieselbe als Norm bei Ent-scheidung über die in Betreff gemischter Ehen entstehenden Fragendienen solle.

Jetzt aber, da ich von einer sehr schmerzvollen Krankheit