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gelegenheit nichts versäumt haben, was Uns pflichtmäßig oblag.Dennoch — mit Trauer sagen Wir es, und vom Schmerz durch-drungen—ist ohne Unser Borwissen, und während Wir noch einegünstige Antwort auf Unsere Anfragen und Erklärungen gewär-tigten, dem Erzbischofe von Köln eröffnet worden, er habe entwe-der nach der von Uns mißbilligten Auslegung wegen der gemisch-ten Ehen zu verfahren, oder sein bischöfliches Amt niederzulegen;falls er anders handeln werde, würde ihm durch Befehl der Re-gierung jede Ausübung seiner geistlichen Amtsgewalt und bischöf-lichen Gerichtsbarkeit ganz und gar untersagt werden. Und sogeschah es ohne Verzug. Da er, wie recht war, widerstrebte, hatsich zugetragen, was Wir mit Schauder und Entsetzen euch zuAnfang vorgetragen haben. Hierbei achtet auf die Art und Weise,wie mit Uns verfahren ist: nicht früher, als am ersten Tage deslaufenden Monats hat der gegenwärtige königlich preußische Ge-> schäftsträger als baldnächstens geschehend, oder in demselben Au-genblicke zu vollziehen angekündigt, was schon am 2tten vorigenMonats vorgegangen und vollbracht worden ist. Unter diesenUmstanden erkennen Wir, ehrwürdige Brüder, daß Wir es Gott,der Kirche und Unserem Amte schuldig sind, die apostolische Stimmezu erheben, und wegen eines Gegenstandes, welcher in sich faßtdie Verletzung der Kirchcnfreiheit, die Geringschätzung der bischöf-lichen Würde, die Usurpation der geistlichen Gerichtsbarkeit unddie Untergrabung der Rechte der katholischen Kirche und dieses hei-ligen Stuhles öffentliche und laute Klage in eurer Versammlungzu erheben. Indem Wir dieses thun, wollen Wir auch zugleichdem Erzbischofe von Köln, als einem Manne von ganz ausgezeich-neter Eigenschaft und christlicher Größe, das sehr verdiente Lobzuerkennen, daß er mit so großer eigener Gefahr und Aufopferungunbesiegt, die Sache der Religion verfochten hat. Bei diesemAnlaß aber wollen Wir offen erklären, was Wir bis dahin imStillen zu äußern nicht aufgehört haben, nämlich daß wir dies indem preuß. königl. Reiche eingeführte Verfahren bei gemischtenEhen, als dem wahren Sinne, der von Unserem Vorfahrer erlas-senen Deklaration zuwider, durchaus mißbilligen. Uebrigcns, dader Uebel täglich mehr werden, welche die Braut des unbeflecktenLammes bedrängen, können Wir nicht unterlassen, Euch, die IhrUnsere Sorgen theilt, bei Eurem lebhasten Eifer für die Religionund bei Eurem christlich - frommen Sinne zu beschwören, daß Ihr