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Wir wissen nicht, was Mnsik ist. Aber wasgute Musik ist, das wissen wir, und noch besserwissen wir, was schlechte Musik ist; denn vonLezterer ist uns eine größere Menge zu Ohrengekommen. Die musikalische Kritik kann sich nurauf Erfahrung, nicht auf eine Synthese stützen;sie sollte die musikalischen Werke nur nach ihrenAehnlichkeiten klassificircn und den Eindruck, densie auf die Gcsammthcit hervorgebracht, als Maaß-stab annehmen.

Nichts ist unzulänglicher als das Theoreti-sircn in der Musik; hier gibr es freilich Gesetze,mathematisch bestimmte Gesetze, aber diese Gesetzesind nicht die Mnsik, sondern ihre Bedingnisse,wie die Kunst des Zeichnens und die Farbenlehre,oder gar Palctt und Pinsel nicht die Malereisind, sondern nur nothwendige Mittel. DasWesen der Musik ist Offenbarung, es laßt sich

Heine s Salon. IV. Ig