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auf Kosten des poetischen Gehalts. Das Stückist schwächer als seine früheren Tragödien. Wiein diesen werden auch hier die ehelichen Schrankenpathetisch niedergerissen.
Der zweite Laureat des Boulevards, Rouge-mont, begründete seine Renommüc durch dreiSchauspiele, die in der kurzen Frist von etwasechs Monaten hinter einander zum Vorscheinkamen und des größten Beifalls genossen. Daserste hieß: „Die Herzogin von Lavaubaliore,"ein schwaches Machwerk, worin viel Handlungist, die aber nicht überraschend kühn oder natür-lich sich entfaltet, sondern immer mühsam durchkleinliche Berechnung herbeigeführt wird, so wieauch die Leidenschaft darin ihre Glut nur erheu-chelt und innerlich trage und wnrmkalt ist. Daszweite Stück, betitelt „Leon" ist schon besser, undobgleich es ebenfalls an der erwähnten Vorsätz-lichkeit leidet, so enthält es doch einige großartig