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jedes Werk des Dichters, des Meilers, des Bild-hauers, des Musikers, Zeuguiß gebe von seinerhöheren Weihe, daß es seine heilige Sendungbeurkunde, daß es die Beglückung und Ver-schönerung des Menschengeschlechts bezwecke. DieMeisterwerke Victor Hugos vertragen keinen solchenmoralischen Maaßstab, ja sie sündigen gegen allejene großmüthigen, aber irrigen Anforderungender neuen Kirche. Ich nenne sie irrig, denn, wieSie wissen, ich bin für die Autonomie der Kunst;weder der Religion, noch der Politik soll sie alsMagd dienen, sie ist sich selber lezter Zweck, wiedie Welt selbst. Hier begegnen wir denselbeneinseitigen Vorwürfen, die schon Goethe vonunseren Frommen zu ertragen hatte, und wiedieser muß auch Victor Hugo die unpassende An-klage hören, das er keine Begeisterung empfändefür das Ideale, daß er ohne moralischen Halt,daß er ein kaltherziger Egoist sei) u. s. w. Dazu