über dieses Bild, denn Nichts wirkt erbrechlicherauf meinen Magen, als wenn ich des Morgensmeinen Kaffee trinke und ein Haar in der Milchfinde. Nun gar ein langes Haar, welches sichsanft hindurchziehen läßt, wie das Leben des Ge-rechten! Aber das ist eine Idiosynkrasie von mir;ich will mich durchaus an das Bild gewöhnen,und werde es bei jeder Gelegenheit anwenden.Ein Schriftsteller darf sich nicht seiner Subjekti-vität ganz überlassen, er muß Alles schreibenkönnen, und sollte es ihm noch so übel dabeiwerden.
Das Leben eines Deutschen gleicht einem Haar,welches durch die Milch gezogen wird. Ja, mankönnte der Vcrgleichung noch größere Vollkom-menheit verleihen, wenn man sagte: Das deutscheVolk gleicht einem Zops von dreißig Millionenzusammengeflochtenen Haaren, welcher in einemgroßen Milchtopfe seelenruhig herum schwimmt-