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wie im Leben. In den Tragödien unsrcr großendeutschen Dichter spielt der Traum eine großeRolle, wovon französische Traucrspieldichter nichtdie geringste Ahnung haben. Ahnungen habensie überhaupt nicht. Was der Art in neuerenfranzösischen Dichtungen zum Vorschein kommt,ist weder dem Naturell des Dichters noch desPublikums angemessen, ist nur den Deutschennachempfunden, ja am Ende vielleicht nur arm-selig abgestohlen. Denn die Franzosen begehennicht bloß Gedankenplagiate, sie entwenden unsnicht bloß poetische Figuren und Bilder, Ideenund Ansichten, sondern sie stehlen uns auch Em-pfindungen, Stimmungen, Seelcnznstände, siebegehen Gcfnhlöplagiatc. Dieses gewahrt mannamentlich, wenn Einige von ihnen die Gemüths-fascleien der katholisch-romantischen Schule ausder Schlegclzcit jezt nachheuchcln.

Heines Salon. IV. 14