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nicht lieben darf, deren Leidenschast mich aberdennoch heimlich beseligt. Es war in ihremLandhause, in dem kleinen, dämmerigen Gemache,wo die wilden Oleanderbäume das Balkonfensterüberragen. Das Fenster war offen, und derhelle Mond schien zu uns ins Zimmer hereinund warf seine silbernen Streiflichter über ihreweißen Arme, die mich so liebevoll umschlossenhielten. Wir schwiegen und dachten nur an unsersüßes Elend. An den Wänden bewegten sich dieSchatten der Bäume, deren Blüthen immer stärkerdufteten. Draußen im Garten, erst ferne, dannwieder nahe, ertonte eine Geige, lange, langsamgezogene Töne, jezt traurig, dann wieder gut-müthig heiter, manchmal wie wehmüthiges Schluch-zen, mitunter auch grollend, aber immer lieblich,schön und wahr... „Wer ist das?" flüsterte ichleise. Und sie antwortete: „Es ist mein Bruder,welcher die Geige spielt." Aber bald schwieg