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4 (1840)
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Grunde liegt. Die Heldinnen der deutschen Tra-gödien sind fast immer Jungfrauen, in der fran-zösischen Tragödie sind es verheirathcte Weiber,und die compiizirteren Verhältnisse, die hier ein-treten, eröffnen vielleicht einen freieren Spiel-raum für Handlung und Passion.

Es wird mir nie in den Sinn kommen, diefranzösische Tragödie auf Kosten der deutschen,oder umgekehrt, zu preisen. Die Literatur unddie Kunst jedes Landes sind bedingt von lokalenBedürfnissen, die man bei ihrer Würdigung nichtunberücksichtigt lassen darf. Der Werth deutscherTragödien, wie die von Goethe, Schiller, Kleist,Jmmermann, Grabbc, Oehlenschläger, Uhland,Grillparzer, Werner und dergleichen Großdichtcrnbesteht mehr in der Poesie als in der Handlungund Passion. Aber wie köstlich auch die Poesieist, so wirkt sie doch mehr auf den einsamen Leserals auf eine große Versammlung. Was im