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3 (1857)
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drang, mir diese gehcimnißvollen Worte zu er-klären, ergoß sich ein Strom von Thranen ausihren Augen, und zitternd und schluchzend gestandsie mir, daß die schwarze Trommelfrau, die sichfür ihre Mutter ausgegeben, ihr einst selbst er-klärt habe, das Gerücht, womit man sich überihre Geburt herumtrage, sei kein bloßes Mähr-chen. »In der Stadt nämlich, wo wir wohnten,"fuhr Laurence fort, »hieß man mich immer: dasTodtenkind! Die alten Spinnweiber behaupteten,ich sei eigentlich die Tochter eines dortigen Gra-fen, der seine Frau beständig mißhandelte undals sie starb sehr prachtvoll begraben ließ; siesei aber hochschwanger und nur scheintodt ge-wesen, und als einige Kirchhofsdiebe, um diereichgeschmückte Leiche zu bestehlen, ihr Graböffneten, hätten sie die Gräfin ganz lebendig undin Kindesnötheu gefunden; und als sie nach derEntbindung gleich verschied, hätten die Diebe siewieder ruhig ins Grab gelegt und das Kind mit-