Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
XXXVI
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unterdessen gar nichts Neues gelernt hat. Wassoll er jetzt beginnen? Sein früheres Wissen warkaum hinreichend für den literarischen Hausbedarf;seine Unwissenheit war immer eine Zielscheibe derMockerie für seine näheren Bekannten; nur seineFrau hatte eine große Meinung von seiner Ge-lehrsamkeit. Auch imponirte er ihr nicht wenig!Der Mangel an Kenntnissen und das Bedürfniß,diesen Mangel zu verbergen, hat vielleicht diemeisten Jrrthümer oder Schelmerchen des HerrnMenzel hervorgebracht. Hätte er Griechisch ver-standen, so würde es ihm nie in den Sinn ge-kommen sein, gegen Goethe aufzutreten. ZumUnglück war auch das Lateinische nicht seineSache, und er mußte sich mehr ans Germanischehalten, und täglich stieg seine Neigung für dieDichter des deutschen Mittelalters, für die edleTurnkunst und für Jacob Böhm, dessen deutscherSthl sehr schwer zu verstehen ist, und den erauch in wissenschaftlicher Form herausgeben wollte.