Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
222
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falsche Locken, eine kühne altrömische Nase, undein Maul das eine Guillotine war für jedenguten Namen. In der That, für einen Namengab es keine leichtere Hinrichtungsmaschine alsMadame Piepers Maul; sie ließ ihn nicht langezappeln, sie machte keine langwichtige Vorbe-reitungen; war der beste gute Name zwischenihre Zähne gerathen, so lächelte sie nur aberdieses Lächeln war wie ein Fallbeil, und dieEhre war abgeschnitten und fiel in den Sack.Sie war immer ein Muster von Anstand, Ehr-samkeit, Frömmigkeit und Tugend. Von Ma-dame Schnicper ließ sich dasselbe rühmen. Eswar eine zarte Frau, kleine ängstliche Brüste,gewöhnlich mit einem wchmüthig dünnen Florumgeben, hellblonde Haare, hellblaue Augen,die entsetzlich klug hervorstachen aus dem weißenGesichte. Es hieß man könne ihren Tritt niehören, und wirklich, che man sich dessen versah,stand sie oft neben einem, und verschwand dannwieder eben so geräuschlos. Ihr Lächeln warebenfalls tödtlich für jeden guten Namen, aber