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nachgiebige Charakter kontrastirte gar lieblichmit ihrer äußeren Erscheinung. Eine kühne,junonische Gestalt; weißer frecher Nacken, um-ringelt von wilden schwarzen Locken, wie vonwollüstigen Schlangen; Augen, die unter ihrendüsteren Siegesbogcn so weltbeherrschend stralten;purpurstolze, hochgcwölbtc Lippen; marmorne,gcbicthcnde Hände, worauf leider einige Som-mersprossen; auch hatte sie, in der Form eineskleinen Dolchs, ein braunes Muttermahl an derder linken Hüfte.
Wenn ich dich in sogenannte schlechte Gesell-schaft gebracht, lieber Leser, so tröste dich damit,daß sie dir wenigstens nicht so viel gekostet wiemir. Doch wird es später in diesem Buche nichtan identischen Frauenspersonen fehlen, und schonjetzt will ich dir, zur Erholung, zwey Anstands-damen vorführen, die ich damals kennen undverehren lernte. Es ist Madame Pieper undMadame Schnicper. Erstere war eine schöneFrau in ihren reifsten Jahren, große schwärz-liche Augen, eine große weiße Stirne, schwarze