voller Zeitbedcutung. Kam mit Weib und Kind,schicksalergebcn, gedankenlos brütend, eine Ver-steinerung trostloser Nuhe. Dieser Mann hatseinen Bruder gctödtet, in Folge eines Opfer-zwisteS, eines Ncligionstreits. Ja, die Religionhat den ersten Brudermord verursacht, und seit-dem trägt sie das Blutzeichcn auf der Stirne.
Ich werde auf den Kain von Etex später-hin zurückkommen, wenn ich von dem außeror-dentlichen Aufschwung zu reden habe, den wir,in unserer Zeit, bey den Bildhauern noch weitmehr als bey den Malern bemerken. Der Spar-takus und der Thescus, welche beide jezt imTuilerien garten aufgestellt sind, erregen jedesmal,wenn ich dort spazieren gehe, meine nachdenkendeBewunderung. Nur schmerzt es mich zuwei-len, wenn es regnet, daß solche Meisterstückeunserer modernen Kunst so ganz und gar derfreien Luft ausgesetzt stehn. Der Himmel ist hiernicht so milde wie in Griechenland, und auchdort standen die besseren Werke nie so ganz un-