Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
9
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Eulen, und hinter dieser Stirne lauern böseGespenster; um Mitternacht öffnen sich dort dieGräber verstorbener Wünsche, bleiche Schattendringen hervor, und dnrch die öden Hirn-kammcrn schleicht, wie mit gebundenen Füßen,Grctchens Geist. Das ist eben das Verdienstdes Malers, daß er uns nur den Kopf einesMannes gemalt hat, und daß der bloße Anblickdesselben uns die Gefühle und Gedanken mit-theilt, die sich in des Mannes Hirn undHerzen bewegen. Im Hintergründe, kaumsichtbar und ganz grün, widerwärtig grüngemalt, erkennt man auch den Kopf des Mcphi-stopheleS, des bösen Geistes, des Vaters derLüge, des Fliegengottcs, des Gottes der grünenSeife.

Gretchcn ist ein Seitenstück von gleichemWerthe. Sie sizt ebenfalls auf einem gedämpftrothen Sessel, das ruhende Spinnrad mit vollemWockcn zur Seite; in der Hand hält sie einaufgeschlagenes Gebetbuch, worin sie nicht liest