Druckschrift 
1 (1849)
Entstehung
Seite
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Die katholische Kirche, die einst auch denübrigen Künsten eine solche Mutter war, istjetzt verarmt und selber Hülflos. Jeder Malermalt jetzt auf eigene Hand und für eigeneRechnung; die Tageslaune, die Grille derGeldrcichen oder des eigenen müßigen Herzensgibt ihm den Stoff, die Palette gibt ihm dieglänzendsten Farben und die Leinwand istgeduldig. Dazu kommt noch, daß jetzt bei denfranzösischen Malern die mißverstandene Ro-mantik grassirt, und, nach ihrem Hauptprincip,jeder sich bestrebt, ganz anders, als dieAnderen, zu malen, oder wie die cursirendeRedensart heißt: seine Eigcuthümlichkeit hervor-treten zu lassen. Welche Bilder hierdurchmanchmal zum Vorschein kommen, läßt sichleicht errathen.

Da die Franzosen jedenfalls viel gesundeVernunft besitzen, so haben sie das Verfehlteimmer richtig beurtheilt, das wahrhaft Eigen-thümliche leicht erkannt, und aus einem buntenMeer von Gemälden die wahrhaften Perlen