621
Transversal magnetis mus.
Blatt^oldstreifen und die ihn durchströmende Elektricität dieliichtung von O. nach W. In diesem Falle mnfs ohne den Ein-flufs des Stahlmagnetes das nördlich gerichtete Ende der Uhr-feder gleichfalls nordpolarisch werden. In dem Stahlmagnetesind ah er nach Amukhe die elektrischen Strömungen unten gleich-falls von Osten nach Westen gerichtet, die Uhrfeder liegt alsozwischen zwei von O. nach W. gerichteten elektrischen Strö-men, und miü’ste um so mehr am nördlichen Ende nordpolarischwerden , wird aber statt dessen siidpolarisch. Legt man unterübrigens ganz gleichen Bedingungen den Südpol über die Uhr-feder , so wird das nördliche Ende stärker nordpolarisch, undman kann nicht umhin zu gestehen, dafs beide Resultate mitden Ampfere’schen Wirbeln im Widerspruche stehen 1 . Die Er-scheinung selbst wird übrigens durch G. G. Schmidt eben soeinfach als genügend dadurch erklärt, dafs sowohl der elektri-sche Strom als auch der Stahlmagnet den Magnetismus im Stahl®aufregen, und dafs hierbei die entstehende Polarität durch dieSumme dieser gleichen oder entgegengesetzten Kräfte bedingtwird, wonach sie also sowolil positiv als auch negativ oder =0 seyn kann 2 .
D. Theorieen vom Transversalmagnetismus.
Eine grofse Anzahl von Physikern sehen in dem Leitungs-drahte der Elektricität nichts anders als einen Transversalmasnet
©
mit der Axe parallel laufenden nördlichen und südlichen magne-tischen Polaritäten. Wirklich kündigt sich derselbe sowohl indieser seiner einfachen Gestalt, als insbesondere in seinen schrau-benförmigen Windungen durch die alsdann zu beiden Seitenhervortretende entschiedene nördliche und südliche Polarität sodeutlich als einen solchen an, dafs diese einfachste unter allenErklärungsarten viele Anhänger linden mufste, um so mehr, alssie in der Bipolarität aller bekannten magnetischen Erscheinun-
1 Es scheint mir aus diesem Versuche, wie aus verschiedenenandern hervorzugeheu, dafs die größte magnetische Kraft sich anden Enden der Stahlmagnete behnde, welches Earaday hei G. EXXJ.124 aus ungenügenden Gründen bezweifelt.
2 Verschiedene andere Einwendungen, obwohl nicht unbedeu-tende, übergehe ich der Kürze wegen; z. B. Leop. Nobili in Que-stioni sul Magnetismo. Modena 1824. Vorzüglich Qu. 5.
I