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3 (1827) E
Entstehung
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E i' sc Ji e i n u n gen.

Mondes im Meridian sehr nahe alle Tage eben der Zustand desSteigens oder Sinkens zusammcntrillir.

Die Periode zweier^ ganzer Fluthzeiten ist also sein-nahe gleich der Zeit, die von einem Durchgänge desMondes durch den Meridian bis zum nächsten Durchgängeverliefst: indefs trifft nicht an allen Orten der Durclmam*

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des Mondes mit dem höchsten Wasser oder nicht überallmit demselben Zustande des Steigens und Fallens zusammen;und diese Verschiedenheit scheint von d en Hindernissen herzu-riihren, die sich der allmähligen Fortpflanzung der Fl'uth entge-genstellen. Am deutlichsten zeigt sich dieses in denStrömen.

3. W as nämlich auch die Ursache der Fluth sevn mag, soerhellet doch sehr deutlich, dals sie in den grofsen Meeren ih-ren eigentlichen Sitz hat, und dafs in den Strömen nur darumFluth entsteht, weil das im Meere höher gestiegene Wassersich entweder selbst in die Ströme hinein ergiefst, oder wenig-stens das Wasser des Stromes 1 lindert, sich ins Meer zu ergielsen,und es daher aufstauet. Da dieses Einströmen an der Mündunganfängt, so tritt daselbst die Fluth am frühsten ein und immerspäter, je höher man im Strome hinaufgeht; ja es kommt oftder Fall vor, dafs diese Fluthwelle sich noch den Strom hinauffortwälzt, wenn an der Mündung schon wieder tiefe Ebbe ist.Auf ähnliche Weise verzögert sich auch in den einzelnen Thei-len der Meere die Fluth, und wir dürfen uns daher nicht min-dern, wenn der Mond, nach dessen Stellung doch die Fluthsich zu richten scheint, nicht an allen Orten bei seiner höchstenStellung einen gleichen Zustand des Steigens oderFallens bewirkt.

4. Die Fluthhöhe ist an demselben Orten nicht an allen Ta-gen gleich, sondern man bemerkt, dafs überall die Tage um denNeumond und Vollmond bedeutend höhere Fluthen haben, undclafs an eben den Tagen die Ebbe tiefer als'gewöhnlich sinkt, sodafs die gesammte Fluthhöhe an diesen Tauen viel grölser alssonst ist. Diese, allen Küstenbewohnern bekannten, hohemFluthen h e i Cs e n Sp ringjlu i ii en (vives eaux; spr'mgtides).Dagegen bemerkt man um die Zeit der Mondsviertel, clafs dieFluth weniger als sonst steigt und die Ebbe weniger sinkt, wel-ches man an den Ufern der Nordsee, Tsippfluthen oder taubeFluth (mortes eaux; neaplides ) nennt. Da beim Neumondeder Mond nahe bei der Sonne steht, so ist es eine sehr natürlicheVermuthung, dals die höhere Fluth durch die vereinte W irkiing