Zahlen bezeichnen; aber die Zahl bleibt dochimmer das Zeichen der Idee, nicht die Ideeselber. Der Meister bleibt dieses Unterschiedsnoch bewußt, der Schüler aber vergißt dessen,und überliefert seinen Nachschülern nur eineZahlenhicroglyphik, bloße Chiffcrn, deren lebendigeBedeutung Niemand mehr kennt, und die manmit Schulstolz nachplappert. Dasselbe gilt vonden übrigen Elementen der mathematischen Form.Das Geistige in seiner ewigen Bewegung erlaubtkein Fixiren; eben so wenig wie durch die Zahlläßt es sich fixircn durch Linie, Dreieck, Viereckund Kreis. Der Gedanke kann weder gezähltwerden, noch gemessen.
Da es mir hauptsächlich darum zu thunist, das Studium der deutschen Philosophie inFrankreich zu erleichtern, so bespreche ich immerzumeist diejenigen Aeußerlichkciten, die denFremden leicht abschrecken, wenn man ihnnicht vorher darüber in Kenntniß gesetzt hat,Literatoren, die den Kant für daS französische