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2 (1861)
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gewiesen werden können; was man Definizionenin der Philosophie nenne, werde nur versuchs-weise, hypothetisch, vorangestellt; die eigentlichrichtige Definizion erscheine nur am Ende alsResultat.

Wie kommt es, daß die Philosophen soviel Vorliebe für die mathematische Formzeigen? Diese Vorliebe beginnt schon mitPythagoras, der die Prinzipien der Dingedurch Zahlen bezeichnete. Dieses war eingenialer Gedanke. In einer Zahl ist allesSinnliche und Endliche abgestreift, und dennochbezeichnet sie etwas Bestimmtes und dessen Ver-hältniß zu etwas Bestimmtem, welches letztere,wenn es ebenfalls durch eine Zahl bezeichnetwird, denselben Charakter des Entsinnlichtcn undUnendlichen angenommen. Hierin gleicht dieZahl den Ideen, die denselben Charakter unddasselbe Verhältnis zu einander haben. Mankann die Ideen, wie sie in unserem Geiste undin der Natur sich kund geben, sehr treffend durch