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2 (1861)
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Urthcilskraft bchauptcte er sogar, das Geniehabe nichts in der Wissenschaft zu schaffen, seineWirksamkeit gehöre in's Gebiet der Kunst.

Kant hat durch den schwerfälligen, steif-leinenen Styl seines Hauptwerks sehr vielenSchaden gestiftet. Denn die geistlosen Nach-ahmer äfften ihm nach in dieser Acußcrlichkcit,und es entstand bei uns der Aberglaube, daßman kein Philosoph sei, wenn man gut schriebe.Die mathematische Form jedoch konnte, seitKant, in der Philosophie nicht mehr aufkommen.Dieser Form hat er in der Kritik der reinenVernunft ganz unbarmherzig den Stab ge-brochen. Die mathematische Form in derPhilosophie, sagte er, bringe nichts als Karten-gebäude hervor, so wie die philosophische Formin der Mathematik nur eitel Geschwätz hervor-bringt. Denn in der Philosophie könne eskeine Definizioncn geben, wie in der Mathematik,wo die Difinizionen nicht diskursiv, sondernintuitiv sind, d. h. in der Anschauung nach-