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Aber welch ein wunderliebliches Gedicht istdie Undine!- Dieses Gedicht ist selbst ein Kuß;der Genius der Poesie küßte den schlafendenFrühling, und dieser schlug lächelnd die Augenauf, und alle Nosen dufteten und alle Nachti-gallen sangen, und was die Nosen dufteten unddie Nachtigallen sangen, das hat unser vortreff-licher Fouque in Worte gekleidet und er nanntees: Undine.
Ich weiß nicht, ob diese Novelle ins Franzö-sische übersetzt worden. Es ist die Geschichte vonder schonen Wasscrfce, die keine Seele hat, dienur dadurch, daß sie sich in einen Ritter verliebt,eine Seele bekömmt .... aber, ach! mit dieserSeele bekommt sie auch unsere menschlichenSchmerzen, ihr ritterlicher Gemahl wird treulos,und sie küßt ihn todt. Denn der Tod ist indiesem Buche ebenfalls nur ein Kuß.
Diese Undine konnte man als die Muse derFouqueschcn Poesie betrachten. Obgleich sie un-