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Phantasie von weltumfassender Weite, dessen Ec-müth von schauerlichster Tiefe, und dessen Dar-stellungsgabe so unübertrefflich war? Etwas fehltediesem Dichter, und dieses Etwas ist es eben,was das Volk in den Büchern sucht: das Leben.Das Volk verlangt, daß die Schriftsteller seineTagesleidenschaften mitfühlen, daß sie die Empfin-dungen seiner eigenen Brust entweder angenehmanregen oder verletzen: das Volk will bewegtwerden. Dieses Bedürfnis' konnte aber Arnimnicht befriedigen. Er war kein Dichter des Lebens,sondern des Todes. In allem was er schrieb,herrscht nur eine schattenhafte Bewegung, dieFiguren tummeln sich hastig, sie bewegen dieLippen, als wenn sie sprachen, aber man sieht nurihre Worte, man Hort sie nicht. Diese Figurenspringen, ringen, stellen sich auf den Kopf, nahensich uns heimlich, und flüstern uns leise ins Ohr:wir sind todt. Solches Schauspiel würde allzugrauenhast und peinigend seyn, wäre nicht die