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Aus dem Munde einiger Machthaber zu Mün-chen hatte ich so oft die Worte gehört: „manmüsse den Glauben verbinden mit dem Wissen."Diese Phrase war unschuldig wie die Blume unddahinter lauerte die Schlange. Jetzt weiß ichwas Ihr gewollt habt. Herr Schelling mußjetzt dazu dienen, mit allen Kräften seines Geistesdie katholische Religion zu rechtfertigen, undalles, was er unter dem Namen Philosophie jetztlehrt, ist nichts anders als eine Rechtfertigungdes Katholizismus. Dabey spekulirte man nochauf den Ncbenvortheil, daß der gefeierte Namedie weisheitsdürstcnde deutsche Jugend nach Mün-chen lockt. Andächtig kniet diese Jugend niedervor dem Manne, den sie für den Hohepriesterder Wahrheit halt, und arglos empfangt sie ausseinen Händen die vergiftete Hostie.
Unter den Schülern des Herren Schellingnennt Deutschland in besonders rühmlicher Weiseden Herren Steffens, der jetzt Professor der Phi-Hcinc, romant. Schule. 12