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es auch scyn, daß Goethe, indem er Persien undArabien so freudig besang, gegen Indien den be-stimmtesten Widerwillen aussprach. Ihm mißfielan diesem Lande das Bizarre, Verworrene, Un-klare, und vielleicht entstand diese Abneigung da-durch, daß er bei den Sanskritischen Studiender Schlegel und ihrer Herren Freunde eine ka-tholische Hinterlist witterte. Diese Herren be-trachteten nemlich Hindostan als die Wiege derkatholischen Weltordnung, sie sahen dort dasMusterbild ihrer Hierarchie, sie fanden dort ihreDreieinigkeit, ihre Menschwerdung, ihre Buße,ihre Sühne, ihre Kastcyungen und alle ihre son-stigen geliebten Steckenpferde. Goethes Wider-willen gegen Indien reizte nicht wenig diese Leute,und Herr August Wilhelm Schlegel nannte ihndeßhalb mit gläsernem Aerger: „einen zum Is-lam bekehrten Heiden".
Unter den Schriften, welche dieses Jahr überGoethe erschienen sind, verdient ein hinterlassenes