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Die romantische Schule
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Lebensgenuß hat hier Goethe in Verse gebracht,und diese sind so leicht, so glücklich, so hinge-haucht, so ätherisch, daß man sich wundert wiedergleichen in deutscher Sprache möglich war.Dabei giebt er auch in Prosa die allerschönstenErklärungen über Sitten und Treiben im Morgcn-landc, über das patriarchalische Leben der Araber;und da ist Goethe immer ruhig lächelnd, undharmlos wie ein Kind, und weisheitvoll wie einGreis. Diese Prosa ist so durchsichtig wie dasgrüne Meer, wenn Heller Sommernachmittag undWindstille, und man ganz klar hinabschaucn kannin die Tiefe, wo die versunkenen Städte mit ihrenverschollenen Herrlichkeiten sichtbar werden;manchmal ist aber auch jene Prosa so magisch,so ahnungsvoll, wie der Himmel wenn die Abend-dämmerung heraufgezogen: und die großen gocthe-schen Gedanken treten dann hervor, rein und gol-den, wie die Sterne. Unbeschreiblich ist der Zauberdieses Buches: es ist ein Sclam, den der Occi-