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Des SuropäischcnHerolds vicrdte Haupt-Handlung
HertzogCarls v Heyrath undaceommode-meut.
gerichtbarkcitcn/gebiete und hcrrschafftcn un-terjchieden / ausreisscn und umwerffen lassen.Und 4) mit ausländischen Fürsten sich in alli-antz cingclasien/und in andere viel wege mehrden berührten tractaten contl^vemret. ?)lanbemühete sich zwar an Herzoglicher scite/ sowohl in einem der Reichs-versammlung zuRe-genspurg durch Isohann von MonnetcnZ^einemberg/ Fürstl. Lotharing. Abgesand-ten/übergebenem memoria!/als auch in andernschrifften hierauf zu antworten / und die be-schuldigungen abzulehnen; die reMtuti»n kon-te er aber nicht erlangen. Also führtte ihn seineiferzur alliantz mit dem Kayser und Spanien/wieder in den krieg gegen Franckreich/da er A.i674das glück harte den ^rnerebnn derPro-vintzci'^lstou in Öber-Elsaßzu schlagen / undviel beute zu machen. Des jahrs hernach üb-te er seine räche an den Frantzosen im treffenbey Trier wiederum aus / und starb den-8Sepr. zu Labach bey Walderfangen im zweyund ncbenzigsten jähre des alters.
Ihme succedirte seines Hn. bruders mehrge-^ dachten Cardinal Frankens H. sohn/HertzogCarl V zu Lotharingen / welcher A. '64z zuMren gebohren / und A 1669 der damahls va-canten Polnischen Crone würdig geschähetworden. Zu dieser kome er zwar nicht gelan-gen/ weil die Nationes einen Pottum wider diegefetze des Reichs haben wolten/undFürstMi-chael ^onbuten von NZlesnowiykp er«wehlcten : Welcher aber bald gestorben/unddem Hertzog die gelegenheir eröffnet / statt derCrone die Königliche Frau winbe zur Gemah-lin zu überkommen. Dannenhero die Kay-ser!. Maj. Sr.Durchl. auch aus Kaysirlichermilde i2OOoo fi. welche der verstorbenen Ery-Heryogin Annen aus Cprol von der Tyroli-schen rentkammer jahrlich bezahlet werden müs-sen/ nicht weniger die cinkünffre der Marek-grafschafsr Burgau/ so ungefähr auf 20Oec)fi. jahr-renten betragen/ja noch mehr die volligecinkünffte der gefürstetcn Grasschafft Tx-rol bey ZOOOOofi. slliAniret und eingegeben.Durch welche standesmäßige Verpflegungdann/ so wohl durch die hohe charge eines Ge-neral - Lieutenants der kaiserlichen ar-meen/ sie gegen die unbillige voremhaltung desHertzogthums Lotharingen in etwas wiedercvntvl-ret worden. Bey denen friedens - tra-ctaten zu Nicmagen ließ der Hertzog durch sei-nen Präsidenten ivlr. seine juriz vor-stellig machen/und die reüitutivn feines altvä-terlichen Hertzogthums und lande suchen. DieCron Franckrcich wolte aber darauf nicht ab-bauen/sondern vermochte die Herren Kwchatu.rsz dahin/daß in einigen artickuln eine gewisseäissvlltion eingerücket wurde/ wormit hinge-gen die Kayserlichen Herren keines We-ges/ am wenigsten aber der Hertzog/zu friedenseyn konte/ sondern gemüßiget wurde / lolenne^rotelkItivnez darwidcr einzuwenden / daransich aber die Frantzosen wenig kehreten.
Nach dem zwischen dem Kayser und Römi-schen Reich und der Cron Frankreich A. 1684getroffenen armiUmo, hat sich die Kayserl Maj.des Hertzogs/ als eines donttgms, und vermögedes Nürnbergischen abschiedes/dero und desReichs schutz-verwandten von höchsten Kayserl.
amts wegen zwar eiferig angenommen / undmittelst eines beweglichen memoriats / dasReich um beförderung und mit-beytritt zur Lo-tharingischen reüttucion-sache angelanget. Es Der itzigeist aber diele l elkitution erstA.»697 durch denRyßwickischen frieden geschehen/ mit der reler.vt>n»n,daß r)die freye passagegegen Elsaß of-fen bleibe/2) 83ar-souv5 und bey derCron Franckreich verbleibe/ um gegen Lupen-burg versichert zu seyn / wovor der König inFranckreich einen andern ort geben wolte/auchsolte/vermöge solches friedens/Neu- Nancy/so im kriege von dem König zuverläßig kvrtitt-ciret war/solte geschleiffet werden.Jedoch ist derjetzt regierende Hertzog A.»7^ gezwungenworden/ diese residentz zu verlassen/ und selbigemit Frantzöischen trouppen besetzen zu lassen/welche die sortikcstions-wercke wiederum zu er-gäntzen angefangen haben.
Jedoch wiederum aufhöchstgedachten Her-Herzogtzog Carln vzukommen/ so war derselbe A.^äs v1690 eben aufder reise nach dem Kaysirlichen huirmrHof begriffen / als derselbe in den: stadlchenN)e!s/unweit Lintz/von einem hals-geschwü-re überfallen wurde. Diese kranckheit be-nahm ihm alsofort fast den gantzen odem / der-gestalt/ daß er an der spräche gehindert und ge-nöthigct wurde/stitu? beichte zum theil schrifft-lich abzulegen. Als er nun das herannahen-de ende seines lebens vermcrckete/schrieb er ei-nen brief an Se.Kayscrl. Maj. darinnen erdie begierde deroselben seine allerunterthänigstedienste noch länger leisten zu können/bezeugete/und deroselben anbey seine frau Gemahlinnebst seinem gantzen Hause l-ecornmznmrete.Ansiesclbsien aberließ er gleichfalls ein trost-schreiben überfeinen bevorstehendentödtlichenhintritt abgehen. Diese zwey schreiben gab erseinem beicht-vater/mit befehl/selbige nach sei-nem tode unverzüglich überliefern zu laffn.Nachdem nun das geschwür in dem scklundeaufbrach wurde er hierdurch ersticket/und starbam abend des ig Aprilis in abgedachtem jähr/in den armen seines beicht-vaters. Dieser ei-nes ewigen ruhms würdige Hertzog ließ nie-mahls einige gelegcnheit vorbev feinen unge-mein-grossen valeur, kricgs-erfahrenheit undandere von einem Haupt der armee erfordertegesthicklichkeit der weit zu zeigen / und mithinsichdas Ertz -haußOesterreich/jadie gantze be-drängte Christenheit verbindlich zu machen/daßer demnach unter die vollkommensten Helden ge-setzt zu werden verdienet. Er hatte sich A.1678mit frau Eleonore Maria / Sr. Raxser!.Maj. frau schweffer und R. Michaelis inPolen wittbe/ welche ihm den 7 (17) Dec.l697zuJnspruckimtodenachfolgete/ vermäh-let/und folgende mit ihm erzeugete Printzenhinterließ:
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i) Se. itztregierende Hochfürstl. Durchl.Herrn Leopold Josephen/z) Herrn Carl^"'Josephen/ welcher den 24 Novemb. A. 1680gebohren/A .i69zGroß -k>rivr von Caffliien/A. 1694 Dom Herr ZU Cölln und Tricnt/ A.169s Bischofs zu Olmüy/ und A. 1698 Bi-schofs zu Osnabrüg wurde, z) Herrn Fer-dinand Iosephen /gebohren den 17 Augusti A.1682» 4) Herrn Joseph Innoeentiulnigeboh-
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